Racial Profiling

Auch "ethnic profiling" genannt, ist eine Form des institutionellen Rassismus. Sie liegt vor, wenn Polizei-, Zoll- oder Sicherheitsbeamte Maßnahmen aufgrund diskriminierender Zuschreibungen (wie Hautfarbe, ethnische oder religiöse Zugehörigkeit, Herkunft oder Sprache) und ohne konkretes Indiz durchführen. Quelle: Open Society Foundations

Rassismus

Rassismus beschreibt den Prozess, in dem Menschen aufgrund tatsächlicher oder vermeintlicher körperlicher oder kultureller Merkmale (z.B. Hautfarbe, Herkunft, Religion) als homogene Gruppen konstruiert, negativ bewertet und ausgegrenzt werden. Er umfasst alle Verhaltensweisen, Gesetze, Bestimmungen und Anschauungen, die eine solche Hierarchisierung und Ausgrenzung unterstützen. In der Regel wird zwischen zwei Formen von Rassismus unterschieden: Der "klassische" Rassismus behauptet eine Ungleichheit und Ungleichwertigkeit von Menschengruppen auf Grundlage angeblicher biologischer Unterschiede. Der sogenannte Kulturrassismus dagegen versucht, Ungleichheit und Ungleichwertigkeit mit angeblichen Unterschieden zwischen den "Kulturen" zu begründen. Quelle: bpb

Rat für Migration

Der Rat für Migration (RfM) ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Wissenschaftlern, der 1998 gegründet wurde. Er sieht seine zentrale Aufgabe in einer öffentlich-kritischen Begleitung der Politik in Fragen von Migration und Integration. Dafür hat er unter anderem das Projekt "Mediendienst Integration" ins Leben gerufen.

Residenzpflicht

Geduldete oder Asylbewerber, die in einer Erstaufnahmeeinrichtung wohnen, unterliegen der Residenzpflicht. Das bedeutet, dass sie ein bestimmtes Gebiet nicht verlassen dürfen, das von Behörden festgelegt wird (z.B. Landkreis oder Bundesland). Bei Verstößen drohen Geld- oder Haftstrafen. In den sogenannten "besonderen" Aufnahmeeinrichtungen soll eine "verschärfte Residenzpflicht" gelten. Wer sie unerlaubt verlässt, riskiert, dass sein Asylantrag nicht weiter bearbeitet wird.http://www.proasyl.de/de/themen/basics/glossar/#c234

Roma

Das Wort Roma (Romanes für "Mensch" oder "Mann") wird auf europäischer Ebene als Oberbegriff für eine Reihe von Bevölkerungsgruppen verwendet, die sich durch ihre historisch-geografische Herkunft und Sprache (Romanes) miteinander in Verbindung bringen lassen. Diese unterschiedlichen Gruppen leben seit Jahrhunderten als Minderheiten in zahlreichen europäischen Ländern. Quellen: Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma