Die Parteien teilten auf Nachfrage des MEDIENDIENSTES mit, wie viele ihrer künftigen Abgeordneten aus Einwandererfamilien kommen. Die Ergebnisse im Einzelnen:
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In der SPD haben sieben der 38 künftigen Parlamentarier im Abgeordnetenhaus einen Migrationshintergrund (18,4 Prozent).
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Bei den Grünen sind es fünf von 27 Abgeordneten (18,5 Prozent).
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Bei der Linken hat ein Abgeordneter einen Migrationshintergrund (3,7 Prozent).
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Insgesamt wurden 27 Linken-Abgeordnete gewählt.
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Bei der CDU hat eine gewählte Abgeordnete einen Migrationshintergrund (3,2 Prozent). Gewählt wurden 31 Abgeordnete der Christdemokraten.
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Bei der FDP hat keiner der zwölf künftigen Parlamentarier einen Migrationshintergrund.
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Bei der AfD hat ein Parlamentarier einen Migrationshintergrund (vier Prozent). Insgesamt wurden 25 AfD-Abgeordnete gewählt.
Folgende Kandidaten mit Migrationshintergrund wurden gewählt:
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SPD: Derya Cağlar, Dilek Kolat, Maja Lasic, Ülker Radziwill, Raed Saleh, Robert Schaddach, Fréderic Verrycken
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CDU : Emine Demirbüken-Wegner
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Linke : Hakan Taş
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Grüne : Turgut Altug, Canan Bayram, Benedikt Lux, Ramona Pop, Fadime Topaç
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AfD : Georg Pazderski
Im Deutschen Bundestag sind aktuell 37 Parlamentarier mit Migrationshintergrund vertreten. Das entspricht einem Anteil von 5,9 Prozent, wie eine MEDIENDIENST-Recherche ergab.Von Pavel Lokshin