Im April 2026 waren rund 137.600 Afghan*innen in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt – knapp 14 Prozent mehr als im April 2025. Auch die Beschäftigungsquote (inkl. geringfügig Beschäftigter) afghanischer Flüchtlinge ist zwischen April 2025 und April 2026 um 4,6 Prozentpunkte auf 41,3 Prozent gestiegen. Sie liegt dennoch etwas niedriger als der Durchschnittswert für die acht wichtigsten Asylherkunftsländer (45 Prozent). Viele Afghan*innen gelten noch als "arbeitssuchend", etwa weil sie einen Sprachkurs besuchen und dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Afghanische Geflüchtete, die fünf Jahre oder länger in Deutschland leben und eine Arbeit haben, verdienen im Schnitt etwas weniger als andere Geflüchtete.
Ausbildung
Viele afghanische Geflüchtete in Deutschland haben nach ihrer Ankunft eine Ausbildung angefangen. Das liegt unter anderem daran, dass sie dadurch eine bessere Bleibeperspektive haben. Die höchste Zahl afghanischer Azubis wurde 2020 erreicht.
Qualifikationen
Im Vergleich zu anderen Staatsangehörigkeiten ist der Anteil der Afghan*innen ohne Schulabschluss überdurchschnittlich hoch – und der Anteil der Abiturienten niedrig (ähnlich wie bei anderen Asyl-Herkunftsländern wie etwa Syrien oder dem Irak). Lediglich sieben Prozent der Afghan*innen in Deutschland haben einen akademischen Abschluss.