Die meisten Menschen, die aus Ländern kommen, in denen Krieg oder Armut herrscht, bekommen kein Visum für eine reguläre Einreise in die Europäische Union. Sie kommen daher in der Regel als sogenannte irreguläre Einwanderer.
2025
2025 stellte die Bundespolizei rund 62.500 "unerlaubte Einreisen“ an den deutschen Grenzen fest. Das sind 25 Prozent weniger als im Vorjahr. Die fünf häufigsten Staatsangehörigkeiten bei den aufgregriffenen Personen waren 2025 ukrainisch, afghanisch, syrisch, türkisch und algerisch (Datengrundlage PES, Zeitraum Januar-November 2025).Quelle
Die meisten unerlaubten Einreisen fanden 2025 über den Luftweg statt (ca. 11.000 Einreisen). Über diesen Weg wurden seit November 2024 die meisten unerlaubten Einreisen festgestellt.Quelle
2025 wurden nach Angaben der Bundespolizei rund 41.500 Personen an den Grenzen zurückgewiesen oder zurückgeschoben – davon etwa 24.400 Personen seit Mai 2025 (Einführung der verstärkten Grenzkontrollen). Etwa 1.200 von ihnen waren Asylsuchende. 242 Personen wurde die Einreise aufgrund besonderer Vulnerabilität erlaubt.Quelle
2024
Die Bundespolizei zählte im Jahr 2024 rund 83.000 "unerlaubte Einreisen" an den Grenzen. Etwa 16.000 Personen kamen über die Grenze zu Polen – ein Drittel davon über die sogenannte Belarus-Route. Etwa 13.500 Einreisen fanden über die "Luftgrenze" statt (mit dem Flugzeug). Ebenso viele Menschen kamen über die Grenze zu Österreich. Rund 11.400 Personen kamen über die Grenze zur Schweiz. Die Top-5 Nationalitäten unter den aufgegriffenen Personen waren syrisch, ukrainisch, afghanisch, türkisch und algerisch.Quelle
7,8 Prozent der Personen, die 2024 beim irregulären Grenzübertritt aufgegriffen wurden, waren im sogenannten EURODAC-System registriert. Das heißt: Ein anderes europäisches Land ist nach der Dublin-III-Verordung für den Asylantrag zuständig.Quelle
Zwischen August 2023 und Dezember 2024 waren die fünf größten Gruppen unter den Personen, die "irregulär" / "unerlaubt" einreisen wollten, Syrer*innen (ca. 41.900 Personen), Türk*innen (20.700 Personen), Afghan*innen (15.600 Personen), Ukrainer*innen (rund 12.700 Personen) und Inder*innen (ca. 3.700 Personen).Quelle
Hinweis zu den Zahlen: Irreguläre Einreisen lassen sich schwer beziffern. Zum einen ist die Zahl der "unerlaubten Einreisen" nur bedingt aussagekräftig, denn nicht alle einreisenden Personen werden von Polizist*innen im Grenzgebiet aufgegriffen. Zum anderen versuchen viele Geflüchtete und Migrant*innen, die an den Grenzen zurückgewiesen wurden, erneut die Grenzen an anderer Stelle zu überqueren. Das führt zu Mehrfachzählungen.