Wie viele Frauen und Kinder sind unter den Asylbewerbern?

Die Mehrheit der Asylsuchenden in Deutschland sind Frauen und Kinder. Dreiviertel der Schutzsuchenden 2025 waren jünger als 30 Jahre.

Frauen, Kinder und Jugendliche machen einen großen Teil der Asylsuchenden aus, die nach Deutschland kommen. Rund 68 Prozent aller Asylbewerber*innen und " NeuzugängeSeit Juni 2026 werden in der Statistik nach Alter und Geschlecht alle „Neuzugänge” gezählt; zuvor ausschließlich Asyl-Erstanträge.", die zwischen Januar und September 2026 in Deutschland einen Antrag auf Asyl gestellt haben, waren Frauen sowie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (37.387 Personen). Im Jahr 2025 waren es ebenfalls rund 68 Prozent aller Asyl-Erstanträge. BAMF (2026) Aktuelle Zahlen zu Asyl, 9/2026, Seite 9 und eigene Berechnung; BAMF (2026): Aktuelle Zahlen zu Asyl 12/2025, Seite 8. Eigene Berechnungen.

Frauen und Männer: Insgesamt waren von den Asylbewerber*innen und „Neuzugängen” zwischen Januar und September 2026 rund 43 Prozent weiblich. Unter den volljährigen Erwachsenen waren rund 41 Prozent Frauen.

Minderjährige und junge Erwachsene:Die Flüchtlinge sind im Durchschnitt sehr jung. Rund 71 Prozent aller Asylbewerber*innen, die zwischen Januar und September 2026 als Antragstellende oder „Neuzugänge” registriert wurden, waren jünger als 30. Minderjährige machten etwa 45 Prozent der Asylbewerber*innen aus. Fast ein Viertel aller Asylbewerber*innen und „Neuzugänge” sind Kinder unter vier Jahren (13.313 Personen). BAMF, Aktuelle Zahlen zu Asyl, 9/2026, Seite 9 und eigene Berechnung

Warum kommen zeitweise mehr geflüchtete Männer als Frauen?

Meistens ist der Männer-Anteil an Asylbewerber*innen höher als der von Frauen. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Die Reise ist sehr gefährlich, wie zahlreiche StudienSiehe u.a. Athina Anastasiadou et al. (2023), Sex- and Gender-based Differences in the Migration Process LINK und Eleanor Kofman (2018), Gendered mobilities and vulnerabilities: refugee journeys to and in Europe LINK festgestellt haben. Viele Familien entscheiden sich auch bewusst dafür, sich zu trennen, um die Erfolgschancen eines männlichen Mitglieds zu erhöhen – und später eine Familienzusammenführung zu ermöglichen. Athina Anastasiadou et al. (2023), Sex- and Gender-based Differences in the Migration Process LINK; Eleanor Kofman (2018), Gendered mobilities and vulnerabilities: refugee journeys to and in Europe LINK und Talitha Dubow (2021), Family Strategies in Refugee Journeys to Europe LINK