Ende 2025 waren in Deutschland rund 1,1 Millionen Ausländerinnen und Ausländer arbeitslos (1.051.861). Ihre Arbeitslosenquote lag bei 14,5 Prozent und damit doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung (7,3 Prozent).
Insgesamt waren Ende 2025 rund 1,8 Millionen Ausländerinnen und Ausländer als arbeitsuchend bei der Bundesagentur für Arbeit oder einem Jobcenter gemeldet (1.816.715). Viele von ihnen befanden sich in Integrations- oder Ausbildungsmaßnahmen und standen dem Arbeitsmarkt somit nicht zur Verfügung.
Warum sind Ausländer häufiger arbeitslos?
Dafür gibt es mehrere Gründe : Zum Beispiel weil sie noch nicht so lange in Deutschland leben, sie geringe Deutschkenntnisse haben oder keinen deutschen Berufsabschluss, ihre Schulabschlüsse aus dem Ausland nicht anerkannt werden oder sie Diskriminierung am Arbeitsmarkt erleben.
Außerdem könnten unterschiedliche Ansätze in der Integrationspolitik eine weiterer Grund sein: Häufig wird zwischen dem " language-first "-Ansatz in Deutschland und dem " work-first "-Ansatz zum Beispiel in Dänemark unterschieden. Die Forschung zeigt: Beide Ansätze haben Vor- und Nachteile. Zwar kommen Migranten in Deutschland langsamer im Arbeitsmarkt an – aber langfristig sorgen intensive Sprachkurse für niedrigere Arbeitslosenquoten. Im Langzeit- Vergleich sind die Arbeitslosenquoten bei den meisten Zuwanderer-Gruppen heute niedriger als zehn Jahre zuvor.
Laut einer IAB- Befragung erwarten 57 Prozent der befragten Betriebe in Deutschland mindestens das B2-Sprachniveau. Außerdem sind größere Unternehmen etwas offener für Bewerbende mit geringen Sprachkenntnissen als kleine und mittlere Unternehmen.