Derzeit arbeiten rund 800.000 Menschen aus Asylherkunftsländern in Deutschland (798.000, Stand: Dezember 2025, ohne Ukraine). Die meisten von ihnen arbeiten als sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (693.000), ein kleinerer Teil als geringfügig Beschäftigte (105.000). Die Beschäftigungsquote liegt bei 50,7 Prozent (Stand: Dezember 2025). Der Anteil der Personen in Arbeit ist damit höher als der Anteil der Menschen aus Asylherkunftsländern, die Sozialhilfen beziehen (40,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt bei rund 25,6 Prozent.
Zum Vergleich die Beschäftigungsquoten anderer Bevölkerungsgruppen (Stand: 12/25):
- Personen aus Asylherkunftsländern: 50,7 Prozent
- Ausländer insgesamt: 57 Prozent
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Gesamtbevölkerung: 69,6 Prozent
Die Zahl der Geflüchteten in Arbeit ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Ende 2014 – bevor viele Geflüchtete nach Deutschland kamen – waren es rund 70.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte aus Asylherkunftsländern. Inzwischen sind es rund 800.000.
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Wie schnell finden Geflüchtete Arbeit?
Mit längerer Aufenthaltsdauer steigt der Anteil der Geflüchteten, die einen Job gefunden haben. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ha diesen Zusammenhang für Menschen untersucht , die unter anderem in den Jahren 2015 und 2016 nach Deutschland kamen. Die Ergebnisse:
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Rund zwei Drittel (64 Prozent) der Geflüchteten, die 2015 kamen, waren 2025 in Beschäftigung, davon fast Dreiviertel in Vollzeit. Ihre Beschäftigung ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen.
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Nach acht und mehr Jahren Aufenthalt haben geflüchtete Männer eine höhere Erwerbstätigenquote (86 Prozent) als die durchschnittliche männliche Bevölkerung in Deutschland (81 Prozent). Bei geflüchteten Frauen liegt die Quote deutlich niedriger (33 Prozent).
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Kurz nach ihrer Ankunft in Deutschland haben noch die wenigsten Geflüchteten Arbeit – denn sie unterliegen einerseits einem Arbeitsverbot, andererseits haben sie noch keine Sprachkenntnisse. Im ersten Jahr haben nur sieben Prozent von ihnen eine Stelle, nach sechs Jahren sind es 54 Prozent, nach sieben Jahren 62 Prozent.
Mehrheit der Flüchtlinge in Jobs arbeitet als Fachkraft
70 Prozent üben eine qualifizierte Tätigkeit aus. Dennoch sind viele überqualifiziert: 41 Prozent der Personen, die seit sechs Jahren in Deutschland sind, sind unterhalb des Ausbildungsniveaus beschäftigt, das sie vor ihrer Ankunft in Deutschland hatten. Zwölf Prozent haben inzwischen eine höhere Ausbildung und eine dem entsprechende Stelle gefunden.
Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine Studie des DIW. Sie zeigt auch: Mehr als die Hälfte aller erwerbstätigen Geflüchteten arbeitet als Fachkraft (rund 60 Prozent). Insgesamt sind es zum Beispiel ein Drittel von allen männlichen Geflüchteten, die in den letzten zehn Jahren nach Deutschland gekommen sind.
Unterschied: Erwerbstätigen- und Beschäftigungsquote
Beschäftigungsquote : Die Bundesagentur für Arbeit erfasst, wer sozialversicherungspflichtig oder geringfügig beschäftigt ist. Gezählt wird, wer bei den Sozialversicherungen gemeldet ist. Selbstständige Tätigkeiten (häufig bei Geflüchteten) werden hier nicht erfasst.
Erwerbstätigensquote: Das Statistische Bundesamt erhebt in der Befragung zum Mikrozensus Erwerbstätige, unabhängig davon, wie viele Stunden sie pro Woche arbeiten. Schon ab einer Stunde bezahlter Tätigkeit pro Woche zählt eine Person als erwerbstätig. Gezählt wird, wer in der Befragung angibt, einer bezahlten Tätigkeit nachzugehen. Auch Selbstständige werden gezählt sowie Beamte oder Auszubildende. Quelle
Wichtige Quellen für dieses Thema sind die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit:
- „ Beschäftigte aus den Asylherkunftsstaaten”
- „ Migrationsmonitor " (Beschäftigte nach Staatsangehörigkeiten),
- " Faktenblatt Arbeitsmarktintegration" (auch nach Bundesländern),
- " Zuwanderungsmonitor " des IAB (für Beschäftigungsquoten)