Derzeit halten sich dem Ausländerzentralregister (AZR) zufolge in Deutschland 1.329.742 Flüchtlinge aus der Ukraine auf, von ihnen sind 1.291.220 ukrainische Staatsbürger*innen (zum Stichtag 31. Dezember 2025).
Von den 1.329.742 Flüchtlingen aus der Ukraine haben (Stand 31. Dezember 2025):
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1.145.088 einen Aufenthaltstitel nach §24 AufenthG
- 57.283 eine Fiktionsbescheinigung (d.h. es wurde noch nicht über den Antrag entschieden)
- 55.970 einen Antrag auf §24 AufenthG gestellt
- 31.508 ein Schutzgesuch geäußert
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39.893 noch kein Schutzgesuch geäußert und keine Titelerteilung.
467.081 Personen, die zwischen Februar 2022 und Ende Dezember 2025 aus der Ukraine nach Deutschland geflohen waren, halten sich laut AZR nicht mehr in Deutschland auf.
Hinweise zu den AZR–Zahlen: Wie viele Personen aus der Ukraine genau Deutschland erreicht beziehungsweise verlassen haben, lässt sich nicht mit Sicherheit feststellen. Zum einen können ukrainische Staatsbürger*innen ohne Visum in die Europäische Union einreisen und sich in EU-Mitgliedstaaten des Schengen-Raums frei bewegen. Zum anderen können Ausländerbehörden (auf deren Meldungen das AZR beruht) die Zahlen zu unterschiedlichen Zeitpunkten melden, etwa weil sie verzögert von einer Ausreise erfahren.
Wie viele ukrainische Frauen und Männer kommen jeden Monat an?
Es ist nicht möglich, genau zu sagen, wie viele Geflüchtete aus der Ukraine jeden Tag/Monat nach Deutschland einreisen, denn: Ukrainische Staatsangehörige können sich bis zu 90 Tage visumsfrei in Deutschland aufhalten. Eine Annäherung an die monatliche Entwicklung der Zuzüge gibt das Verteilungssystem FREE des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Darin werden Personen, die ein Schutzgesuch für eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG geäußert haben, registriert. Die FREE-Daten zeigen, dass in der Anfangszeit des Krieges überwiegend Frauen zugezogen sind. Seit dem Frühjahr 2023 wurde der Anteil von Frauen und Männern ausgeglichener. Im September-Dezember 2025 kamen zum ersten Mal mehr ukrainische Männer als Frauen nach Deutschland. Im August hatte die Ukraine das Ausreiseverbot für Männer zwischen 18 und 22 Jahren aufgehoben.
Wie viele ukrainische Flüchtlinge wollen in Deutschland bleiben?
Im Rahmen einer großen Befragungsstudie mehrerer Forschungsinstitutenstituteunter Flüchtlingen aus der Ukraine gaben zuletzt mehr als die Hälfte der ukrainischen Geflüchteten an, längerfristig in Deutschland bleiben zu wollen. Dies ist bei später eingereisten Personen (69 Prozent) noch stärker der Fall als bei früher eingereisten (59 Prozent).
Auch die Europäische Asylagentur befragte EU-weit Flüchtlinge aus der Ukraine zu ihren Bleibeabsichten – die meisten Befragten lebten in Deutschland. Die Ergebnisse sind hier im Dossier.
Weitere Zahlen
Der Migrationsforscher Franck Düvell geht davon aus, dass die Zahlen des AZR zu hoch sind, unter anderem, da Fortzüge erst verspätet dort abgebildet werden. Düvell berechnet die Zahl der Ukrainer*innen stattdessen auf Grundlage der Personen in der Grundsicherung und in sozialversicherungspflichtig Beschäftigungsverhältnissen und ging zuletzt zum Jahreswechsel 2023/24 von rund 20 Prozent weniger ukrainischen Flüchtlingen in Deutschland aus.
Dem Statistischen Bundesamt zufolge lebten im November 2024 knapp 1,3 Millionen Ukrainer*innen in Deutschland (Stand: Januar 2025). Die Zahl schließt ukrainische Staatsbürger*innen mit ein, die bereits vor Februar 2022 in Deutschland lebten (Mehr zu dieser Gruppe hier im Dossier); Geflüchtete ohne ukrainische Staatsbürgerschaft sind nicht einberechnet.