2025
2025 ist die Zahl der Geflüchteten auf den Haupt-Fluchtrouten nach Europa erneut zurückgegangen. Dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR zufolge ging die Gesamtzahl der Ankünfte über die drei Haupt-Fluchtrouten über das Mittelmeer um rund 23 Prozent auf rund 153.500 Personen zurück. Auch nach der EU-Grenzschutzagentur Frontex ging die Zahl der unerlaubten Grenzübertritte nach Europa 2025 (inklusive Westbalkan- und Belarus-Routen) um rund ein Viertel auf ca. 166.900 zurück (Jan-Nov 2025).Quelle
In Griechenland kamen über die Land- und Seegrenzen rund 47.800 Personen an. Das sind etwa 23 Prozent weniger Geflüchtete als im Vorjahr. Die meisten landeten auf die Insel Kreta (ca. 19.900 Personen), die neuerdings zum Haupt-Ankunftspunkt im östlichen Mittelmeer geworden ist. Besonders auf der Libyen-Kreta Route hat sich die Zahl der Ankünfte mehr als verdreifacht. Die meisten Geflüchtete, die Griechenland erreichten, kamen aus Aufghanistan (rund 26 Prozent), dem Sudan (21 Prozent) und Ägypten (20 Prozent). Darüber hinaus erreichten rund 2.400 Personen die Insel Zypern (63 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr)Quelle
In Italien ist die Zahl der Ankünfte über die zentrale Mittelmeer-Route mit rund 66.000 Personen nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr geblieben. Hier kamen insbesondere Personen aus Bangladesch (31 Prozent), Ägypten (14 Prozent) und Eritrea (12 Prozent) an.Quelle
In Spanien (inklusive der westafrikanischen Route zu den Kanarischen Inseln) gab es 2025 rund 54.800 Ankünfte – davon 17.700 auf den Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean. Das sind 14 Prozent weniger Ankünfte als 2024. Die meisten Personen kamen aus Algerien (29 Prozent), Mali (20 Prozent) und Marokko (15 Prozent).Quelle
Auch über die sogenannte Westbalkan-Route (Serbien, Nordmazedonien, Bosnien-Herzegowina) kamen deutlich weniger Menschen in die Europäische Union. Der UNHCR schätzt, dass ungefähr 8.555 Personen zwischen Januar und October 2025 auf der Westbalkan Route unterwegs waren – 35 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Quelle
2024
2024 sind laut UNHCR etwa 66.500 Menschenin Italien angekommen. Die meistenvon ihnen kamen aus Bangladesch (21 Prozent), Syrien (19 Prozent) und Tunesien (12 Prozent).Quelle
2024 erreichten rund 63.400 PersonenSpanien. Rund drei Viertel von ihnen kamen 2024 auf den Kanarischen Inseln an. Die Haupt-Herkunftsländer waren Mali (27 Prozent), Senegal (19 Prozent), Algerien und Marokko (jeweils 15 Prozent).Quelle
Rund 62.000 Geflüchtetehaben Griechenland erreicht. Sie kamen vor allem aus Syrien (39 Prozent), Afghanistan (22 Prozent) und Ägypten (12 Prozent). Weitere 6.100 Personen erreichten die Insel Zypern.Quelle
Auch die Zahl der versuchten Grenzübertritte nach Polen ist 2024 um rund 25 Prozent gestiegen – besonders über die sogenannte Belarus-Route. Im Gesamtjahr 2024 zählte die polnische Grenzpolizeirund 30.400 versuchte Grenzübertritte aus Belarus – im Vorjahr waren es rund 24.300.Quelle
2024 lag die Zahl der Ankünfte im Drehkreuz-Land der Westbalkan-Region, Serbien , mit rund 19.600 dokumentierten Ankünften etwa 82 Prozent unter den Ankünften im Vorjahr. Dabei handelt es sich oftmals um Personen, die wiederholt in der Region aufgegriffen wurden. Das UN-Flüchtlingshilfewerks UNHCR schätzt, dass 2024 im Westbalkan rund 17.500 Personen auf der Durchreise waren.Quelle