Wie viele Frauen und Kinder sind unter den Asylbewerbern?

Die Mehrheit der Asylsuchenden in Deutschland sind Frauen und Kinder. Dreiviertel der Schutzsuchenden 2025 waren jünger als 30 Jahre.

Frauen und Kinder machen einen großen Teil der Asylsuchenden aus, die nach Deutschland kommen. Rund 65 Prozent aller Asylbewerber*innen, die im Januar 2026 in Deutschland zum ersten Mal einen Antrag auf Asyl gestellt haben, waren Frauen sowie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (4.969 Personen). Im Jahr 2025 waren es rund 66 Prozent aller Erstanträge.BAMF, Aktuelle Zahlen zu Asyl, 1/2026, Seite 8 und eigene Berechnung

Frauen und Männer: Insgesamt waren von den Asylbewerber*innen 2025 rund 41 Prozent weiblich. Bei den Erwachsenen über 18 Jahren betrug der Frauenanteil 40 Prozent; unter den Kindern und Jugendlichen waren rund 46 Prozent weiblich.

Minderjährige und junge Erwachsene: Die Flüchtlinge sind im Durchschnitt sehr jung: Rund 70 Prozent aller Asylbewerber*innen, die im Januar 2026 einen Erstantrag gestellt haben, waren unter 30 Jahre alt. Minderjährige machten etwa 41,5 Prozent der Asylbewerber*innen aus.BAMF, Aktuelle Zahlen zu Asyl, 1/2026, Seite 8 und eigene Berechnung

Zeitweise ist der Männer-Anteil an Asylbewerber*innen deutlich höher als der von Frauen und Kindern. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Die Reise ist sehr gefährlich, wie zahlreiche StudienSiehe u.a. Athina Anastasiadou et al. (2023), Sex- and Gender-based Differences in the Migration Process LINK und Eleanor Kofman (2018), Gendered mobilities and vulnerabilities: refugee journeys to and in Europe LINK festgestellt haben. Viele Familien entscheiden sich auch bewusst dafür, sich zu trennen, um die Erfolgschancen eines männlichen Mitglieds zu erhöhen – und später eine Familienzusammenführung zu ermöglichen.Athina Anastasiadou et al. (2023), Sex- and Gender-based Differences in the Migration Process LINK; Eleanor Kofman (2018), Gendered mobilities and vulnerabilities: refugee journeys to and in Europe LINK und Talitha Dubow (2021), Family Strategies in Refugee Journeys to Europe LINK