2025
2025 wurden nach Angaben der Asylagentur der Europäischen Union (EUAA) rund 822.000 Asylanträge gestellt. Das sind ca. 19 Prozent weniger als im Vorjahr. Rund 697.000 davon waren 2025 Erstanträge. In dieser Rechnung sind Geflüchtete aus der Ukraine nicht enthalten, die in der Europäischen Union einen "vorübergehenden Schutz" erhalten haben.
Die meisten Antragsteller*innen kamen aus:
- Venezuela (ca. 89.700 Personen)
- Afghanistan (68.200)
- Syrien (39.800)
- Bangladesch (35.200)
-
Türkei (26.100).
Die meisten Anträge auf Asyl in der EU wurden 2025 in folgenden Ländern gestellt:
- Deutschland: rund 162.700 Anträge
- Frankreich: 152.300
- Spanien: 143.200
- Italien: 133.500
-
Griechenland: 61.600
Betrachtet man nur Erstanträge (first-time applications), liegt Deutschland auf Platz 4:
- Spanien: 140.700
- Italien: 126.200
- Frankreich: 122.300
- Deutschland: 107.500
- Griechenland: 55.400
Die durchschnittliche Schutzquote
in der Europäischen Union lag 2025 bei rund 29 Prozent (Gesamtschutzquote ohne Gerichtsentscheidungen). Die Schutzquoten für die Top-5 Herkunftsstaaten:
- Venezuela: 2 Prozent
- Afghanistan: 68 Prozent
- Syrien: 28 Prozent
- Bangladesch: 3 Prozent
-
Türkei: 13 Prozent
Rund 863.000 Asylanträge waren Ende 2025 noch in Bearbeitung (pending at first instance).
2024
2024 gab es rund eine Million Asylanträge in der Europäischen Union, Norwegen und der Schweiz (1.014.420). Das sind ca. 11 Prozent weniger Asylanträge als im Vorjahr. Die meisten Antragsteller*innen (Erstanträge) kamen aus: Syrien (rund 150.800 Erstanträge), Afghanistan (87.400), Venezuela (73.800), der Türkei (55.700) und Kolumbien (51.500).
Die meisten Asylerstanträge wurden in folgenden Ländern gestellt: Deutschland (ca. 237.300 Anträge), Spanien (165.800), Italien (158.900), Frankreich (158.700), Griechenland (73.700).
Die durchschnittliche Schutzquote in der Europäischen Union lag bei rund 42 Prozent (Gesamtschutzquote ohne Gerichtsentscheidungen).