Die neusten Zahlen zu ausländischen Studierenden in Deutschland kommen vom Statistischen Bundesamt (2026): Demnach waren im Wintersemester 2024/2025 in Deutschland 492.600 ausländische Studierende eingeschrieben, etwa fünf Prozent mehr als im Vorjahr (Wintersemester 2023/24: 469.500). Während ihre Zahl seit Jahren steigt, geht die Zahl deutscher Studierender zurück. Im Studienjahr 2024 lag der Ausländeranteil an den Erstimmatrikulierten bei rund 30 Prozent.
Im Wintersemester 2024/25 hatten 402.083 ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben ("Bildungsausländer *innen"). Das waren etwa vierzehn Prozent aller Studierenden.
Außerdem studierten im Wintersemester 2024/25 90.004 "Bildungsinländer*innen" an deutschen Hochschulen. "Bildungsinländer*innen" bedeutet: Die Personen haben keine deutsche Staatsbürgerschaft, haben aber ihr Abitur oder Fachabitur in Deutschland gemacht.
In vielen Statistiken werden "Bildungsausländer*innen"als "internationale Studierende" bezeichnet. Teilweise zählen dazu auch deutsche Studierende, die ihren Abschluss im Ausland erworben haben.
Woher kamen die Studierenden?
Fast die Hälfte aller ausländischen Studieren kam aus Asien (49,7 Prozent der "Bildungsausländer"). Die meisten von ihnen aus:
- Indien (58.833)
- China (38.580)
- Iran (17.248).
Rund ein Fünftel der rund 400.000 Studierenden aus dem Ausland waren im Wintersemester 2024/2025 EU-Bürger*innen (18,4 Prozent). Die größten Gruppen davon kamen aus Österreich (15.732), Italien (10.192), Spanien (6.664) und Frankreich (6.571).
Aus afrikanischen Ländern kam rund jeder zehnte Studierende aus dem Ausland (11,5 Prozent). Stark vertreten waren:
- Ägypten (8.704)
- Marokko (7.866)
- Tunesien (7.321)
-
Kamerun (6.837).
Deutschland ist beliebter Studienstandort
Laut einer Studie der UNESCO 2026 gehört Deutschland zu den beliebtesten Zielländern für internationale Studierende - nach den USA, dem Vereinignten Königsreich und Australien. Innerhalb Europas ist Deutschland, gefolgt von Frankreich und den Niederlanden, das wichtigste Zielland zu studieren. Viele Studierende entscheiden sich für Deutschland, weil das Studium vergleichsweise bezahlbar ist, eine große Auswahl an Studiengängen bietet und die Möglichkeit, nach dem Abschluss in Deutschland zu arbeiten, als attraktiv angesehen wird.
Gewinne und Kosten durch ausländische Studierende
Laut einem Gutachten des Instituts der Deutschen Wirtschaft von 2025 bringen ausländische Studierende deutlich mehr Einnahmen als Kosten für den deutschen Staat. Pro Jahrgang von Studienanfänger*innen ergeben sich Gewinne für den Staatshaushalt ("gesamtfiskalische Effekte") von rund 15,5 Milliarden Euro – abhängig davon, wie viele danach zum Arbeiten bleiben. Selbst wenn nur jede*r vierte Studierende längerfristig in Deutschland bleibt (225 von 1000, die mehr als 15 Jahre bleiben), sind es immer noch rund 7,3 Milliarden Euro. Zudem ziehen ausländischen Studierende in vielen Fällen weitere qualifizierte Zuwanderung nach sich, etwa durch Ehepartner oder Freunde. Die Förderung ausländischer Studierender sei damit ein wichtiger Ansatz im Kampf gegen den Fachkräftemangel und die Überalterung der Gesellschaft, so das Gutachten.