Zur medialen Darstellung von Kurden in Deutschland gibt es bislang eine Studie. Sie analysiert 42 Artikel explizit zu Kurd*innen aus dem Zeitraum März 2021 bis März 2022 der Medien Focus Online, Bild.de, Zeit.de, Spiegel.de und Taz.de.
Die zentralen Ergebnisse der Forschung sind:
1. Focus Online veröffentlichte im oben genannten Zeitraum elf Artikel über Kurd*innen. In neun der Beiträge ging es um Gewalttaten von Kurd*innen, acht dieser Artikel handelten zudem von „Clan-Kriminalität”.
2. Die Online-Präsenz der Bild-Zeitung, Bild.de, berichtete in sieben Artikeln über Kurd*innen, davon in vier über Straf- und Gewalttaten.
3. Zeit.de veröffentlichte sechs Beiträge über Kurd*innen. Vier davon fokussierten auf den Integrationswillen und die Integrationserfolge von Kurd*innen. Die genannten Integrationserfolge beziehen sich entweder auf den Arbeitsmarkt oder das soziale und politische Engagement.
4. Spiegel.de berichtete in vier Artikeln über Kurd*innen, davon thematisierten zwei gelungene Integration.
5. Taz.de verfasste 14 Artikel über Kurd*innen, überwiegend in der Rubrik „Politik und Regionales”. Der thematische Fokus lag auf Rassismus gegenüber Kurd*innen.
Insgesamt zeigt sich:
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Knapp 31 Prozent aller 42 untersuchten Artikel berichten von Gewalttaten, 14 Prozent von Integration.
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Bei Focus Online und Bild.de berichten knapp drei Viertel (rund 72 Prozent) der Artikel über Gewalttaten von Kurd*innen. Innerhalb der untersuchten Medien verfügen diese beiden über die größte Reichweite und benutzen überwiegend ethnische Zuschreibungen in der Berichterstattung über Straftaten.
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Die Berichterstattung über Integrationsbereitschaft und -erfolge dominiert bei Zeit.de und Spiegel.de. 60 Prozent ihrer untersuchten Beiträge handeln davon.