2025 zählte die Polizei 1.328 islamfeindliche Straftaten, darunter Körperverletzungen, Beleidigungen, Propagandadelikte und Sachbeschädigungen. Die Zahlen sind vorläufig und nicht mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. Es können Nachmeldungen folgen.
2024 hatte die Polizei 1.848 islamfeindliche Straftaten gezählt, darunter 83 Körperverletzungen. Die Gesamtzahl war im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Viertel angestiegen (+ 26 Prozent) und hatte einen neuen Höchststand erreicht. Von 2022 auf 2023 hatte sich die Zahl mehr als verdoppelt (+ 140 Prozent). Der Großteil der Delikte war 2024 politisch rechts motiviert (86 Prozent).
Welche Statistiken gibt es neben den polizeilich erfassten Fällen?
Nicht alle antimuslimischen Vorfälle werden angezeigt oder von der Polizei als muslimfeindlich erkannt: Die Europäische Grundrechteagentur (FRA) stellte in einer Umfrage zwischen 2021 und 2022 fest, dass nur 12 Prozent der Betroffenen muslimfeindliche Vorfälle und Straftaten melden. Eine nicht-repräsentative Studie des zivilgesellschaftlichen Bündnisses Claimzeigt: In Deutschland meldet die Mehrheit der Betroffenen Übergriffe nicht und nimmt keine Beratungsangebote in Anspruch (57 Prozent).
Claim führt daher jährlich eigene Zählungen durch. 2024 erfasste das Bündnis 3.080 strafbare und nicht strafbare Vorfälle. Dazu zählen Beleidigungen, Körperverletzungen, Tötungen oder Bedrohungen. Besonders häufig betroffen sind muslimische Frauen. Die Zahlen sind im Vergleich zum Vorjahr um knapp 60 Prozent gestiegen (2023: 1.926). Zudem haben schwere Delikte wie Körperverletzungen, Tötung und versuchte Tötung zugenommen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass mehr Beratungsstellen als im Vorjahr Fälle für den Bericht gemeldet haben. Claim geht sowohl bei den selbst erfassten als auch bei den polizeilich registrierten Zahlen von einem großen Dunkelfeld aus.
Antimuslimische Vorfälle und Straftaten nach dem 7. Oktober 2023
Nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 gab es Berichte, dass antimuslimische Vorfälle in Deutschland zunahmen.
- Insgesamt war die Zahl der antimuslimischen Straftaten 2023 deutlich gestiegen. Schon vor dem Angriff der Hamas hatte die Zahl der registrierten Straftaten zugenommen. Der Mediendienst hat zur Entwicklung mit Fachleuten gesprochen.
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Das Netzwerk Claim registrierte im Oktober 2023 einen starken Anstieg von Meldungen und Beratungsanfragen. Zwischen 7.10. und 31.12.2023 zählte Claim 679 antimuslimische Vorfälle
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In einer Chronologie (2024) zeigte ZEIT Online eine Auswahl antimuslimischer Vorfälle und Straftaten in Deutschland seit dem Überfall der Hamas auf Israel.