2025 zählte die Polizei 44 Straftaten gegen Moscheen, die meisten davon waren politisch rechts motiviert. Die Zahlen sind vorläufig und nicht mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. Es können Nachmeldungen folgen. 2024 hatten die Behörden 79 Straftaten gegen Moscheen erfasst. Die Zahl war im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent gestiegen.
Die Organisation FAIR International dokumentiert Angriffe auf Moscheen auf der Webseite #brandeilig – und kommt dabei teils zu deutlich höheren Zahlen als das Bundesinnenministerium. 2025 hat die Organisation 62 Angriffe erfasst (2024: 96, 2023: 104). Der islamische Dachverband DITIB erfasste für 2024 in einer eigenen Erhebung 175 Angriffe auf Moscheen (2023: 137; 2022: 35). Claim zählte 67 Angriffe auf Moscheen im Jahr 2024.
Warum gibt es unterschiedliche Zahlen zu Moscheeangriffen?
Behörden, DITIB, #brandeilig und Claim verwenden unterschiedliche Definitionen von "Moscheen" und "Angriffen". Die Behörden haben eine enge Definition von "Moscheen" und zählen nur Straftaten. DITIB zählt auch Angriffe auf Gebetsräume in öffentlichen Einrichtungen (z.B. Flughäfen, Krankenhäuser und Universitäten) sowie Fälle, die nicht strafrechtlich relevant sind. #brandeilig zählt auch Angriffe gegen Einrichtungen, die von den Täter*innen als islamisch wahrgenommen werden, als Moscheeangriffe. Claim zählt die Straftaten nicht mit, die die Behörden als motiviert durch eine "Ausländische Ideologie" einstufen.