Mehr als die Hälfte der Nationalspieler bei der WM 2026 hat Migrationshintergrund (14 von 26 Spielern oder 54 Prozent), wie eine Mediendienst-Recherche zeigt. Bei der EM 2024 in Deutschland waren es 35 Prozent. Der Anteil liegt deutlich höher als in der Gesamtbevölkerung (2025: 31,1 Prozent Menschen mit Migrationshintergrund).
Zur Recherche
Der Mediendienst hat die Spieler-Aufstellungen der Nationalelf bis 2010 zurückverfolgt. Aus den Kadern entstand eine Liste mit etwa 160 Spielernamen. Der Mediendienst hat die Liste nach öffentlich zugänglichen Informationen ausgewertet, die auf einen
Migrationshintergrund
hindeuten können. Zusätzlich wurden die Hinweise mit Biografien auf Websiten, in Reden, Interview-Aussagen und Medienberichten abgeglichen oder über direkte Anfragen bei Spieler-Managern und Stiftungen überprüft.
TV-Dokus und Podcast zum Thema
> Podcast Einwanderungsland - Gespräch mit Shary Reeves über Fußball und Rassismus
> "Schwarze Adler" (2022) - Doku über die Erfahrungen afrodeutscher Spieler im Fußball
> "Einigkeit und Recht und Vielfalt"(2024) - WDR-Doku zur Nationalelf, Vielfalt und Rassismus