2025 gab es laut Bundesregierung 196 antiziganistische Straftaten, darunter zehn Gewaltdelikte. Die Zahlen sind vorläufig, es können Nachmeldungen folgen. 2024 zählten die Behörden 195 antiziganistische Straftaten. Die Zahl war 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent gestiegen und hatte damit einen neuen Höchststand seit Beginn der staatlichen Erfassung im Jahr 2017 erreicht.
Seit Juli 2022 erfasst die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) bundesweit von zivilgesellschaftlicher Seite antiziganistische Vorfälle. Für 2024 registrierte sie 1.678 antiziganistische Vorfälle. Darunter waren 10 Fälle extremer Gewalt, 57 Angriffe, 856 verbale Beleidigungen und 666 Diskriminierungsfälle. Unter allen erfassten Vorfällen entfielen 22 Prozent auf den Kontakt mit Behörden wie Polizei, Jobcenter oder Jugendamt. Die gemeldeten Vorfälle sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (2023: 1.233). Laut MIA liege das zum einen daran, dass die Meldestellen bekannter werden und eine zusätzliche Meldestelle am Monitoring teilnimmt. Zum anderen werde das gesellschaftliche Klima gegen Sinti und Roma feindseliger. Das Dunkelfeld sei aber vermutlich weiterhin groß.