Aus welchen Ländern kommen Kurden in Deutschland?

Die Mehrheit der Kurden in Deutschland stammt aus der Türkei, dem Irak, Syrien und dem Iran. Ob geflüchtete Kurden Schutz erhalten, unterscheidet sich je nach Herkunftsland deutlich.

Kurden und Kurdinnen sind vor allem aus der Türkei nach Deutschland eingewandert, aber auch aus dem Irak, Syrien und dem Iran. Ein kleinerer Teil kommt aus dem Libanon, Israel und ehemaligen Sowjetrepubliken wie Armenien, Aserbaidschan oder Georgien. Als Geflüchtete sind in den vergangenen Jahren vor allem kurdische Menschen aus Syrien und dem Irak gekommen, seit 2022 vermehrt aus der Türkei.

Die Schutzquote für Personen mit kurdischer Volkszugehörigkeit variiert je nach Herkunftsstaat: Kurd*innen aus Syrien und der Türkei haben 2025 in jeweils 2,6 und 2,7 Prozent der Fälle Schutz bekommen (Gesamtschutzquote). Bei Kurd*innen aus dem Irak liegt die Schutzquote hingegen bei 16,9 Prozent; im Fall des Irans bei 19 Prozent. Die Migration der Kurd*innen nach Deutschland hängt meist mit Konflikten in den Herkunftsländern zusammen.BAMF auf Anfrage des Mediendienst Integration; Ammann, B. (2005): "Kurds in Germany" S. 1011-1019, LINK, MEDIENDIENST Integration/ Ghaderi und Almstadt: "Kurden in Deutschland" (2023), LINK.