Derzeit halten sich dem Ausländerzentralregister ( AZR )
zufolge in Deutschland 1.346.178 Flüchtlinge aus der Ukraine auf, von ihnen sind 1.307.597 ukrainische Staatsbürger*innen (zum Stichtag 30. April 2026).
Von den 1.346.178 Flüchtlingen aus der Ukraine haben (Stand 30. April 2026):
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1.180.811 einen Aufenthaltstitel nach §24 AufenthG
- 50.402 eine Fiktionsbescheinigung (d.h. es wurde noch nicht über den Antrag entschieden)
- 46.551 einen Antrag auf §24 AufenthG gestellt
- 30.171 ein Schutzgesuch geäußert
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38.243 noch kein Schutzgesuch geäußert und keine Titelerteilung.
467.081 Personen, die zwischen Februar 2022 und Ende Dezember 2025 aus der Ukraine nach Deutschland geflohen waren, halten sich laut AZR nicht mehr in Deutschland auf (Stand: 31. Dezember 2025).
Hinweise zu den AZR–Zahlen
Wie viele Personen aus der Ukraine genau Deutschland erreicht beziehungsweise verlassen haben, lässt sich nicht mit Sicherheit feststellen. Zum einen können ukrainische Staatsbürger*innen ohne Visum in die Europäische Union einreisen und sich in EU-Mitgliedstaaten des Schengen-Raums frei bewegen. Zum anderen können Ausländerbehörden (auf deren Meldungen das AZR beruht) die Zahlen zu unterschiedlichen Zeitpunkten melden, etwa weil sie verzögert von einer Ausreise erfahren.
Wie viele ukrainische Frauen und Männer kommen jeden Monat an?
Es ist nicht möglich, genau zu sagen, wie viele Geflüchtete aus der Ukraine jeden Tag/Monat nach Deutschland einreisen, denn: Ukrainische Staatsangehörige können sich bis zu 90 Tage visumsfrei in Deutschland aufhalten. Eine Annäherung an die monatliche Entwicklung der Zuzüge gibt das Verteilungssystem FREE des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Darin werden Personen, die ein Schutzgesuch für eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG geäußert haben, registriert
Wie viele ukrainische Flüchtlinge wollen in Deutschland bleiben?
Im Rahmen einer großen Befragungsstudie mehrerer Forschungsinstitutenstitute unter Flüchtlingen aus der Ukraine gaben zuletzt mehr als die Hälfte der ukrainischen Geflüchteten an, längerfristig in Deutschland bleiben zu wollen. Dies ist bei später eingereisten Personen (69 Prozent) noch stärker der Fall als bei früher eingereisten (59 Prozent).
Auch die Europäische Asylagentur befragte EU-weit Flüchtlinge aus der Ukraine zu ihren Bleibeabsichten – die meisten Befragten lebten in Deutschland. Die Ergebnisse sind hier im Dossier.
Weitere Zahlen
Der Migrationsforscher Franck Düvell geht davon aus, dass die Zahlen des AZR zu hoch sind, unter anderem, da Fortzüge erst verspätet dort abgebildet werden. Düvell berechnet die Zahl der Ukrainer*innen stattdessen auf Grundlage der Personen in der Grundsicherung und in sozialversicherungspflichtig Beschäftigungsverhältnissen und ging zuletzt zum Jahreswechsel 2023/24 von rund 20 Prozent weniger ukrainischen Flüchtlingen in Deutschland aus.