Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) schätzt, dass Ende 2025 die Zahl der Geflüchteten und Vertriebenen (forcibly displaced people) weltweit um rund vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist – auf 117,8 Millionen Menschen. Das ist der erste Rückgang der Flüchtlingszahlen in zehn Jahren – Ende 2024 waren es 123,2 Millionen. Der Rückkang hängt damit zusammen, dass viele Geflüchtete und Binnenvertriebene in ihre Wohnorte zurückkehren konnten beziehungsweise abgeschoben wurden – insbesondere nach Afghanistan, Syrien und einige Regionen des Sudan.
- Von den Flüchtlingen weltweit waren rund 68,7 Millionen innerhalb des eigenen Landes auf der Flucht (Binnenflüchtlinge).
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Weitere 28,5 Millionen waren anerkannte Flüchtlinge – also Menschen, denen gemäß internationaler Abkommen Schutz gewährt wurde.
- 6 Millionen waren staatenlose Palästinenser*innen unter Mandat des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten ( UNRWA ).
- 9 Millionen waren Asylsuchende – also Flüchtlinge, die noch auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten.
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Hinzu kamen 7,2 Millionen Personen, die nach der Definition des UNHCR Schutz benötigen (in need of protection), meistens aus Venezuela.
Die meisten Flüchtlinge (ohne Binnenflüchtlinge) kommen aus Venezuela (6,4 Millionen Menschen – Refugees+People in need of protection), Ukraine (5,2 Millionen), Syrien (4,9 Millionen), Afghanistan (3,7 Millionen) und dem Sudan (2,8 Millionen).
Im Gesamtjahr 2025 haben weltweit 4,7 Millionen Menschen Schutz in anderen Ländern gesucht. Das sind circa vier Prozent weniger als 2024.