Asylanträge 2026
- Zwischen Januar und September 2026 wurden in Deutschland 74.974 Asylanträge gestellt, davon waren 55.366 „Neuzugänge” nach dem neuen Europäischen Asylsystem (s. unten). Diese Zahlen berücksichtigen keine ukrainischen Geflüchteten.
-
Das sind etwa 40 Prozent weniger Asylanträge als im Vorjahreszeitraum, die Zahl der Erstanträge ist um rund 41 Prozent zurückgegangen.
- Rund 18 Prozent der Erstanträge betrafen in Deutschland geborene Kinder von Geflüchteten.
-
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat zwischen Januar und September 2026 über 157.901 Asylanträge entschieden. Die Schutzquote lag bei 36,4 Prozent.
Am 12. Juni 2026 ist die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) in Kraft getreten. Damit sind die Zahlen der Erstanträge und der Folgeanträge nicht mehr uneingeschränkt mit früheren Zeiträumen vergleichbar. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge spricht ab Juli 2026 von „Neuzugängen in das Asylsystem” – diese setzen sich zusammen aus Erstanträgen, „transnationalen Folgeanträgen” (wenn eine Person nach einem Asylverfahren, das in einem anderen EU Mitgliedstaat entschieden worden ist, einen weiteren Asylantrag in Deutschland stellt) sowie transnationalen „weiteren Angaben” (wenn der Asylantrag in einem anderen EU Mitgliedstaat noch läuft). Weitere Informationen.
Asylanträge 2025
2025 gab es insgesamt 168.543 Asylanträge, davon 113.236 Erstanträge. Diese Zahlen berücksichtigen nicht ukrainische Geflüchtete, die seit Ende Februar 2022 eingereist sind. In etwa 16 Prozent der Fälle handelte es sich dabei um Kinder von Geflüchteten, die in Deutschland geboren sind. Die meisten Schutzsuchenden kamen aus Afghanistan (23.972 Erstanträge), Syrien (23.256) der Türkei (11.919) und Somalia (4.340). Über 310.930 Anträge hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2025 entschieden. Die Schutzquote lag bei 28,1 Prozent.
Angaben zur Gesamtzahl der in Deutschland lebenden Geflüchteten finden Sie hier.