Die Zuwanderung nach Deutschland nimmt ab: Im Jahr 2025 kamen in der Summe etwa 235.000 Personen neu hinzu, wie Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen. Die Zahl ist im Vergleich Vorjahr fast um die Hälfte gesunken (2024:+430.000).
Im Langzeit-Vergleich zeigt sich: So niedrig wie 2025 war die Netto-Zuwanderung das letzte Mal während der Corona-Pandemie 2020, als viele Grenzen monatelang geschlossen waren.
Hauptgrund für den Rückgang ist die sinkende Zahl von Zuzügen aus dem Ausland: Es kamen weniger Menschen zum Arbeiten nach Deutschland und auch weniger Geflüchtete (mehr dazu siehe unten). Die Zahl der Menschen, die Deutschland verlassen, hat sich wenig geändert. Im Dezember 2025 war der Saldo negativ: In diesem Monat verließen mehr Menschen das Land als neu hinzukamen (-20.200).
Zahlen zu Auswanderung aus Deutschland gibt es in unserer Themen-Übersicht.
Weniger Zuzüge aus der EU
Ein Hauptgrund für den Gesamt-Rückgang ist die sinkende Zuwanderung aus EU-Staaten: Insgesamt kamen weniger Menschen aus der EU nach Deutschland als abwanderten (2025: -56.416). Diese Trendwende zeichnete sich schon länger ab. Anders ist das bei Nicht-EU-Staaten ("Drittstaaten"): Die Nettozuwanderung von außerhalb der EU ist leicht gestiegen und lag 2025 bei rund +278.000 Personen. Gesetzesreformen wie das Fachkräfteeinwanderungsgesetz dienten dazu, die Zuwanderung aus Nicht-EU-Staaten zu vereinfachen.
Weniger Asylanträge
Ein weiterer Grund für den Rückgang der Nettomigration 2025 ist, dass weniger Geflüchtete ankommen. Im Jahr 2025 gab es etwa halb so viele Asylerstanträge (113.000) wie im Jahr zuvor.
Zu- und Fortzüge von Deutschen
Im Jahr 2025 zogen etwa 289.000 Deutsche ins Ausland, ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (+7 Prozent, 2024: 269.986). Jährlich ziehen mehr Deutsche weg, als wieder nach Deutschland zurückziehen. Die meisten kehren nach einer Zeit im Ausland wieder zurück. Wie viele davon dauerhafte Fortzüge sind, wird nicht erfasst.
In dieser Rubrik finden sich Zahlen zu erfassten Zuzügen und Fortzügen von Ausländern und Deutschen ("Wanderungsstatistik"). Wie viele dieser Personen vorübergehend nach Deutschland kommen und wie viele dauerhaft bleiben, ist nicht bekannt. Dasselbe gilt für die Zahl der Fortzüge: Auch hier ist nicht bekannt, ob es sich um eine vorübergehende oder eine dauerhafte Auswanderung handelt.