Laut Mikrozensus sprechen 75 Prozent aller Kinder zwischen 6 und 15 Jahren in ihren Familien ausschließlich oder vorwiegend Deutsch.
Unter Kindern mit Einwanderungsgeschichte sprechen rund 54 Prozent Deutsch und mindestens eine weitere Sprache. Knapp 71 Prozent sprechen zu Hause überwiegend eine andere Sprache, am häufigsten Arabisch, Türkisch, Russisch, Ukrainisch, Kurdisch, Rumänisch, Albanisch und Polnisch.
Teilweise wird in Schulstatistiken der Bundesländer erhoben, ob Kinder „nichtdeutscher Herkunftssprache” sind. Die Ergebnisse fallen sehr unterschiedlich aus, so waren es 2023 etwa in Berlin rund 43 Prozent, in Sachsen rund 13 Prozent.
Eine Auswertung der Langzeitbefragung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) 2019 zeigte, dass bei Kindern mit Migrationshintergrund in rund einem Fünftel der Familien mehrere Sprachen gleichermaßen genutzt werden. Ähnlich ist es bei Kindern, die selbst zugewandert sind.