Laut Mikrozensus sprechen rund 76 Prozent der Bevölkerung in Deutschland ausschließlich Deutsch zu Hause. 19 Prozent sprechen vorwiegend eine andere Sprache – mehr als zwei Drittel von ihnen geben aber an, auch Deutsch zu sprechen.
Unter den Menschen mit Einwanderungsgeschichte sprechen rund 21 Prozent nur Deutsch zu Hause. Etwa 66 Prozent sprechen vorwiegend eine andere Sprache – zwei Drittel von ihnen verwenden aber auch Deutsch (ca. 66 Prozent). Häufig gesprochene Sprachen sind Türkisch, Russisch, Arabisch, Polnisch, Ukrainisch, Rumänisch, Englisch, Albanisch und Kurdisch.
Einen Hinweis darauf, wie viele Menschen in Deutschland mehrsprachig sind, gibt zudem die Zahl der Personen, die selbst oder deren Eltern zugewandert sind. Viele von ihnen nutzen zwei oder mehr Sprachen in der Familie und im Alltag: Ein Viertel (26,3 Prozent) der deutschen Bevölkerung ist entweder selbst eingewandert oder beide Eltern sind eingewandert; von weiteren fünf Prozent ist ein Elternteil eingewandert.
Die Daten geben keinen genauen Aufschluss darüber, wie viele Sprachen in mehrsprachigen Familien gesprochen werden oder wie die Kenntnisse in den jeweiligen Sprachen sind. Vor allem in neu zugewanderten Familien wird Deutsch zunächst wenig gesprochen. Studien zeigen, dass Mehrsprachige die Sprachen unterschiedlich einsetzen – sie wechseln innerhalb eines Gesprächs zwischen ihnen, drücken manche Themen in der einen, andere in der anderen Sprache aus. Wenn Familien vorwiegend eine andere Sprache sprechen, bedeutet das nicht, dass sie nicht auch Deutsch untereinander sprechen.