Wie viele Kinder in der Kita haben einen Migrationshintergrund?

Der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in Kitas nimmt zu. Sie besuchen aber deutlich seltener eine Kita als Kinder ohne Migrationshintergrund.

2025 besuchten rund 3,9 Millionen Kinder eine Kita. 29 Prozent der Kita-Kinder hatten einen MigrationshintergrundMenschen, die selbst oder von denen mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurden.. Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund ist in den vergangenen Jahren gestiegen, 2007 lag er noch bei 23 Prozent.Statistisches Bundesamt (2026): „Kinder in Tageseinrichtung - 2025,” (22541-0018); Autorengruppe Bildungsberichterstattung (2018): "Bildung in Deutschland 2018", S. 74, Link; eigene Berechnungen

2025 hatten 1,9 Millionen Kinder unter sechs Jahren in der Gesamtbevölkerung einen Migrationshintergrund. Das entspricht etwa 43 Prozent aller Kinder unter 6 Jahren in Deutschland (2011: rund 33 Prozent). Davon hatten etwa 10 Prozent eine eigene Migrationserfahrung.Statistisches Bundesamt (2026): "Bevölkerung nach Migrationshintergrund - Erstergebnisse 2025, (12211-11)  und eigene Berechnung; Statistisches Bundesamt (2011): „Bevölkerung und Erwerbstätigkeit - Bevölkerung mit Migrationshintergrund„, S. 107 Link

Kinder mit Migrationshintergrund besuchen seltener eine Kita

Im März 2023 besuchten 22,3 Prozent der unter Dreijährigen mit Migrationshintergrund eine Kita. Bei Kindern ohne Migrationshintergrund traf das auf 44,5 Prozent zu. Warum das so ist, lesen Sie in dieser Übersicht.Statistisches Bundesamt (2024): "Betreuungsquote von Kindern unter 6 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund in Kindertagesbetreuung", Link.

Bei den Drei- bis Sechsjährigen nahmen 76,8 Prozent der Kinder mit Migrationshintergrund einen Kitaplatz in Anspruch. Bei Kindern ohne Migrationshintergrund waren es 99,3 Prozent.Statistisches Bundesamt (2024): "Betreuungsquote von Kindern unter 6 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund in Kindertagesbetreuung", Link.

Kinder mit Migrationshintergrund in der Kita: Zahlen für die Bundesländer

Laut dem Bildungsbericht ist die Verteilung der Kinder mit Einwanderungsgeschichte an Kitas im Jahr 2022 deutschlandweit unterschiedlich. In den ostdeutschen Flächenländern war der Anteil mit 10 Prozent vergleichsweise niedrig. Die höchsten Anteile hatten Bremen (43 Prozent), Berlin (37 Prozent) und Hessen (35 Prozent), den niedrigsten Mecklenburg-Vorpommern (acht Prozent).Autorengruppe Bildungsberichterstattung (2024): „Bildung in Deutschland 2024„, S. 119, Link.

Auch in der Gesamtbevölkerung deutschlandweit, insbesondere zwischen ost- und westdeutschen Bundesländern, gibt es Unterschiede beim Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund:Statistisches Bundesamt (2026): ""Bevölkerung nach Migrationshintergrund - Erstergebnisse 2025; eigene Berechnungen (12211-14).

Seit dem 1. August 2013 besteht für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr ein RechtsanspruchSiehe hierzu Sozialgesetzbuch § 24 SGB VIII und Eintrag "Das Kinderförderungsgesetz (KiföG)" auf der Website des Bundesfamilienministeriums auf einen Betreuungsplatz in einer öffentlich geförderten Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege. Das gilt unabhängig davon, ob die Eltern berufstätig sind oder nicht.