2025 besuchten rund 3,9 Millionen Kinder eine Kita. 29 Prozent der Kita-Kinder hatten einen Migrationshintergrund. Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund ist in den vergangenen Jahren gestiegen, 2007 lag er noch bei 23 Prozent.
2025 hatten 1,9 Millionen Kinder unter sechs Jahren in der Gesamtbevölkerung einen Migrationshintergrund. Das entspricht etwa 43 Prozent aller Kinder unter 6 Jahren in Deutschland (2011: rund 33 Prozent). Davon hatten etwa 10 Prozent eine eigene Migrationserfahrung.
Kinder mit Migrationshintergrund besuchen seltener eine Kita
Im März 2023 besuchten 22,3 Prozent der unter Dreijährigen mit Migrationshintergrund eine Kita. Bei Kindern ohne Migrationshintergrund traf das auf 44,5 Prozent zu. Warum das so ist, lesen Sie in dieser Übersicht.
Bei den Drei- bis Sechsjährigen nahmen 76,8 Prozent der Kinder mit Migrationshintergrund einen Kitaplatz in Anspruch. Bei Kindern ohne Migrationshintergrund waren es 99,3 Prozent.
Kinder mit Migrationshintergrund in der Kita: Zahlen für die Bundesländer
Laut dem Bildungsbericht ist die Verteilung der Kinder mit Einwanderungsgeschichte an Kitas im Jahr 2022 deutschlandweit unterschiedlich. In den ostdeutschen Flächenländern war der Anteil mit 10 Prozent vergleichsweise niedrig. Die höchsten Anteile hatten Bremen (43 Prozent), Berlin (37 Prozent) und Hessen (35 Prozent), den niedrigsten Mecklenburg-Vorpommern (acht Prozent).
Auch in der Gesamtbevölkerung deutschlandweit, insbesondere zwischen ost- und westdeutschen Bundesländern, gibt es Unterschiede beim Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund:
Seit dem 1. August 2013 besteht für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in einer öffentlich geförderten Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege. Das gilt unabhängig davon, ob die Eltern berufstätig sind oder nicht.