Wer die Kriterien für eine Einbürgerung erfüllt, ist statistisch nur schwer zu erfassen. Das Statistische Bundesamt ging bislang davon aus, dass ausländische Staatsbürger*innen, die seit mindestens zehn Jahren in Deutschland leben, eingebürgert werden könnten.
Ende 2025 waren das laut Ausländerzentralregister (AZR) rund 6,5 Millionen Menschen . Im selben Jahr wurden rund 332.500 Personen eingebürgert. Das "ausgeschöpfte Einbürgerungspotenzial" lag daher bei rund 5,3 Prozent .
Wie das Einwanderungspotenzial ausgeschöpft wird, variiert je nach Bundesland: Das Schlusslicht bildete 2025 Hessen mit nur 3,3 Prozent, vorne lag Thüringen mit 11,3 Prozent. Das Potenzial ist damit in allen Bundesländern nicht ausgeschöpft.
Einem Forschungsbericht der Robert-Bosch-Stiftung zufolge hängen die Quoten oft mit der Zusammensetzung der nicht-deutschen Bevölkerung in den Bundesländern zusammen. Fallstudien würden zudem zeigen, dass Maßnahmen in bestimmten Kommunen – insbesondere Einbürgerungskampagnen – messbare Effekte haben.