Wie viele Menschen mit Migrationshintergrund leben in Deutschland?

Mehr als 30 Prozent der Menschen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Doch nicht alle unter ihnen sind im Ausland geboren und eingewandert. Die wichtigsten Zahlen und Hintergründe.

2025 lebten in Deutschland rund 25,8 Millionen Menschen mit einem sogenannten MigrationshintergrundDefinition: Alle Menschen, die entweder selbst oder von denen mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurden. – das entspricht 31,1 Prozent der Bevölkerung (2024 lag der Anteil bei 30,4 Prozent). Bei Kindern und Jugendlichen (bis 20 Jahre) liegt ihr Anteil höher, bei 43,1 Prozent. Etwas weniger Menschen mit sogenannter EinwanderungsgeschichteDefinition: Alle Menschen, die entweder selbst (Eingewanderte) oder deren beide Elternteile (Nachkommen von Eingewanderten) seit 1950 in das heutige Gebiet Deutschlands eingewandert sind.  lebten 2025 in Deutschland. Genauere Zahlen zu Einwanderungsgeschichte finden Sie in dieser Übersicht, weiterführende Links siehe unten. Statistisches Bundesamt (2026): Mikrozensus – Bevölkerung in Privathaushalten nach Migrationshintergrund und Altersgruppen, eigene Berechnungen

Von den 25,8 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund:

  • haben rund 13,5 Millionen einen deutschen Pass
  • sind etwa 12,3 Millionen Ausländerinnen und Ausländer
  • haben rund 16,3 Millionen "eigene Migrationserfahrung", sind also im Ausland geboren und eingewandert. Statistisches Bundesamt (2026): Statistischer Bericht - Mikrozensus – Erstergebnisse 2025 – Migrationshintergrund 2025, Tabelle 12211-01

Alter: Deutschlands Einwohner*innen mit Migrationshintergrund sind deutlich jünger als diejenigen ohne. Menschen mit Migrationshintergrund waren 2025 im Schnitt 36,1 Jahre alt, diejenigen ohne Migrationshintergrund 47,6 Jahre. Statistisches Bundesamt (2026): Statistischer Bericht - Mikrozensus – Erstergebnisse 2025 – Migrationshintergrund 2025, Tabelle 12211-05

Geschlecht: Unter Menschen mit Migrationshintergrund gibt es etwas mehr Männer als Frauen (50,5 Prozent Männer, 49,5 Prozent Frauen). Unter Personen ohne Migrationshintergrund liegt der Frauenanteil bei rund 51,1 Prozent. Statistisches Bundesamt (2026): Statistischer Bericht - Mikrozensus – Erstergebnisse 2025 – Migrationshintergrund 2025, Tabelle 12211-01

Korrekturen nach dem Zensus 2022

Nach dem Zensus 2022 lebten in Deutschland (Stichtag 15. Mai 2022) 1,4 Millionen Menschen weniger als bisher angenommen. Besonders die Zahl der Ausländer*innen wurde überschätzt: Nach dem Zensus 2022 lebten in Deutschland eine Million Ausländer*innen weniger als nach der bisherigen Fortschreibung. Vor allem überschätzt wurde die Zahl der Ausländer und Geflüchteten, die weniger als 10 Jahre in Deutschland leben. So leben in Deutschland 10 Prozent weniger Syrer*innen als bisher angenommen (das sind 125.000 Menschen). Auch die Bevölkerung aus Afghanistan und der Ukraine wurde um jeweils 9 Prozent überschätzt. Die aus dem Irak um 8 Prozent. Grund dafür ist vermutlich, dass viele Ausländer*innen in dieser Zeit ohne Abmeldung ausgereist sind. Die Bevölkerungsfortschreibung nach dem Zensus ist die Grundlage für zahlreiche Statistiken – u.a. wird sie für die Berechnung der Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte und Migrationshintergrund angewandt sowie als Hochrechnungsrahmen für den Mikrozensus. Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 22.5.2025: "Gut jede vierte Person in Deutschland hat eine Einwanderungsgeschichte", LINK

"Einwanderungsgeschichte" versus "Migrationshintergrund"?

Ab 2021 stellte das Statistische Bundesamt seine Statistiken um. Die wichtigste Neuerung: Neben dem "Migrationshintergrund" wird nun auch die "Einwanderungsgeschichte" erfasst. Die neue Kategorie "Einwanderungsgeschichte" ist enger gefasst und umfasst deshalb weniger Menschen (21,8 Millionen im Vergleich zu 25,8 Millionen mit "Migrationshintergrund"). Mehr dazu und die wichtigsten Zahlen für "Menschen mit Einwanderungsgeschichte" finden Sie in dieser Übersicht.

In einer Expertise für den Mediendienst erläutert die Sozialanthropologin Anne-Kathrin Will, wie Zuwanderer und ihre Nachkommen in der Statistik erfasst werden. Da der "Migrationshintergrund" seit Jahren in der Kritik steht, hat das Statistische Bundesamt 2023 neue Kategorien eingeführt: Eingewanderte und ihre Nachkommen, zusammengefasst als "Personen mit Einwanderungsgeschichte". Weitere Informationen dazu hier.

Wichtige Quelle:
Zahlen und Statistiken zu Menschen mit Migrationshintergrund beim Statistischen Bundesamt: LINK