Der Anteil ausländischer Beschäftigter steigt seit Jahren: Ende 2025 lag er bei 16,7 Prozent und hat sich damit seit 2010 mehr als verdoppelt. Zum Vergleich: In der Bevölkerung lag der Anteil ausländischer Menschen 2024 laut Mikrozensus bei 16,8 Prozent. Ende 2025 arbeiteten insgesamt 6,53 Millionen ausländische Beschäftigte in Deutschland (von insgesamt 39,17 Millionen Beschäftigten). Der Großteil davon in sozialversicherungspflichtigen Jobs (5,8 Millionen, Stand: 08/2025).
Die meisten ausländischen Beschäftigten in Deutschland haben folgende Staatsbürgerschaften:
- Türkei (581.800),
- Westbalkanstaaten (533.700),
- Rumänien (519.200) und
- Polen (517.711).
Seit die Zuwanderung aus der EU zurückgeht wird die Zuwanderung aus Nicht-EU-Staaten immer wichtiger. Es gibt rund 2,51 Millionen EU-Bürger, die in Deutschland arbeiten und 3,31 Millionen aus Nicht-EU-Staaten ("Drittstaaten").
Gründe für Job-Wachstum bei Ausländern
Ein Grund dafür, dass immer mehr ausländische Beschäftigte in Deutschland arbeiten, ist der demographische Wandel: Jedes Jahr gehen mehr Beschäftigte in den Ruhestand als neue nachkommen. Je größer die Engpässe in verschiedenen Branchen werden, desto wichtiger wird Zuwanderung von ausländischen Arbeitskräften aus dem Ausland. Einschätzungen von Expert*innen finden Sie hier in einem ausführlichen Artikel.
Aktuell wäre ein Wirtschaftswachstum ohne Zuwanderung kaum noch möglich. Das zeigen Zahlen der Bundesregierung: Demnach übernahmen ausländische Arbeitskräfte etwa drei Viertel der Stellen, die zwischen 2017 und 2023 neu geschaffen wurden (71 Prozent). Diese Arbeitszuwanderung sei "unverzichtbar" für "Wohlstand und Stabilität der sozialen Sicherungssysteme in Deutschland", so die Bundesregierung.
Wichtige Quellen
- Aktuelle Zahlen und Quoten zu ausländischen Beschäftigten: Zuwanderungsmonitor des Instituts IAB
- Monatliche Zahlen zu verschiedenen Branchen: Migrationsmonitor der Bundesagentur für Arbeit