Geburtsortsprinzip

Das Geburtsortsprinzip (ius soli, lateinisch für "Bodenrecht" oder Territorialprinzip) gilt in Deutschland seit 2000 neben dem Abstammungsprinzip. Danach bestimmt nicht mehr allein die Nationalität der Eltern die Staatsangehörigkeit eines Kindes, sondern auch dessen Geburtsort. Wenn mindestens ein Elternteil seit acht Jahren rechtmäßig in Deutschland lebt, erhält ein Kind die deutsche Staatsbürgerschaft. Quelle: Bundesregierung

Geduldete

Menschen mit einer Duldung besitzen keinen Aufenthaltstitel, sie erhalten lediglich eine Bescheinigung darüber, dass ihre Abschiebung vorerst nicht vollzogen wird. Geduldete leben – oftmals über viele Jahre – in der ständigen Sorge, das Land verlassen zu müssen. Dies betrifft aktuell rund 130.000 Menschen, wie die Bundesregierung 2015 erklärte. Quelle: Bundestagsdrucksache 18/05862. Zahlen und Fakten: Mediendienst Integration

Genfer Flüchtlingskonvention

Das "Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge", meist als Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) bezeichnet, ist das wichtigste internationale Dokument für den Flüchtlingsschutz. Die GFK wurde 1951 verabschiedet und 1967 durch ein Protokoll erweitert. Sie definiert, wer ein Flüchtling ist und welcher rechtliche Schutz, welche Hilfe und sozialen Rechte Flüchtlingen in den Unterzeichnerstaaten zustehen. Quelle: UNHCR